Geschichte
Der Wasserturm ist seit 1987 ein Kulturdenkmal. In der Zeit von 1899 bis 1900 wurde der Wasserturm erbaut.
Wesentlich außerhalb des ehemaligen Beringes der Stadt Kirchberg gelegen, bestimmt der rund 36 m hohe Wasserturm zusammen mit den Türmen der katholischen Pfarrkirche St. Michael und der evangelischen Friedenskirche die Silhouette der Stadt Kirchberg und wirkt wegen deren Lage weit in die umgebende Landschaft hinein.
Im Jahre 1896 wurde das Wasser der öffentlichen Brunnen auf dem Marktplatz von Kirchberg für Trinkwasserzwecke als unbrauchbar erklärt. Hieraufhin wurde der Beschluss zum Bau einer zentralen Wasserversorgungsanlage gefasst. Der Wasserturm mit einem Inhalt von 120 cbm diente bis Ende des Jahres 2000 noch der Trinkwasserversorgung der Stadt, davon seit 1975 in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde.
Der Wasserturm erhebt sich in Massivbauweise über einem kreisförmigen Grundriss, der sich etwa nach dem ersten Drittel des Schaftes nach oben hin verjüngt. Diese Stelle ist mit einem profilierten Kranzgesims markiert. Ein vergleichbares Gesims mit einem Bogenfries leitet zum Turmaufsatz über, in dem der Wasserbehälter untergebracht ist. Dieser Baukörper ist als achtseitiges Polygonal ausgebildet, kragt über eine Schräge über dem Turmschaft auf und ist mit einem zweifach entsprechend gegliederten Faltdach abgeschlossen. Dieses wiederum wird durch eine Kugel bekrönt. Der gesamte Aufbau besteht aus einer Stahlfachwerkkonstruktion und in jeder der Fassadenflächen ist mittig eine hochrechteckige Fensteröffnung angeordnet.
Die Eingangstür zum Schaft und weitere Öffnungen, die geschossweise versetzt sind, sind mit Spitzbogen abgeschlossen.
Vom verputzten Bruchsteinmauerwerk abgesetzt, sind die Gewänder und Zierformen in Ziegel hergestellt. Abgesetzt sichtbar ist auch die rechtwinklige Fachwerkkonstruktion des Turmaufsatzes.
Am 1. April 2004 wurde der Wasserturm von der Verbandsgemeinde an Cornelia Reichert aus Nierstein verkauft.
Da die ursprünglichen Gastronomiepläne trotz intensiver Bemühungen nicht realisierbar sind, wurde jetzt eine andere Verwendung gefunden. Daher konnten pünktlich zur 750- Jahrfeier die Sanierungsarbeiten fertig gestellt werden. Arno Jung eröffnete im April 2009 im Wasserturm die Geschäftsstelle einer Versicherung.
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